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Potenziell weniger postoperative ITS-Aufnahmen mithilfe von CPAP während der Rekonvaleszenz

Die High-Flow-Sauerstofftherapie (HFOT) wird zunehmend sowohl für die Präoxygenierung und die Apnoe-Ventilation (insbesondere bei HNO-Fällen) als auch bei schwierigem Atemwegsmanagement und für die Rapid Sequence Induction (RSI) eingesetzt.
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Potenziell weniger postoperative ITS-Aufnahmen mithilfe von CPAP während der Rekonvaleszenz

Die High-Flow-Sauerstofftherapie (HFOT) wird zunehmend sowohl für die Präoxygenierung und die Apnoe-Ventilation (insbesondere bei HNO-Fällen) als auch bei schwierigem Atemwegsmanagement und für die Rapid Sequence Induction (RSI) eingesetzt.
INSPIRE Potenziell weniger postoperative ITS Aufnahmen mithilfe von CPAP wahrend der Rekonvaleszenz Armstrong Medical | Medical Device Manufacturer

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INSPIRE Potenziell weniger postoperative ITS Aufnahmen mithilfe von CPAP wahrend der Rekonvaleszenz Armstrong Medical | Medical Device Manufacturer

In einer Studie am Krankenhaus Our Lady of Lourdes Hospital, Drogheda, hat der Anästhesist Dr. Jubil Thomas nachgewiesen, dass sich mit der High-Flow-Sauerstofftherapie (HFOT) und der CPAP-Beatmung mit kontinuierlichem Überdruck (Continuous Positive Airway Pressure) Patienten sowohl vor als auch nach der Operation angemessen mit Sauerstoff versorgen und sich so der Durchsatz in den OP-Sälen verbessern und die Zahl der postoperativen ITS-Aufnahmen verringern lassen.

Die High-Flow-Sauerstofftherapie (HFOT) wird zunehmend sowohl für die Präoxygenierung und Apnoe-Ventilation (insbesondere bei HNO-Fällen) als auch bei schwierigem Atemwegsmanagement und für die Rapid Sequence Induction (RSI) eingesetzt. Es gibt mehrere Geräte, mit denen sich eine HFOT durchführen lässt – Geräte jedoch, die auf HFOT beschränkt sind, haben ihre Grenzen. Geräte, die auch zur CPAP-Beatmung genutzt werden können, bieten zusätzliche Vorteile wie die Möglichkeit, den Patienten während der gesamten perioperativen Phase zu überwachen, und die Option, die Therapie auszuweiten.

Erstens wurde in mehreren Studien zur Präoxygenierung von Hochrisikopatienten während der OP-Vorbereitung über einen Zusammenhang zwischen schwerer Adipositas und schwieriger Intubation berichtet. Bei männlichen Patienten mit schwerer Adipositas, insbesondere mit einem BMI von mehr als 50 und obstruktiver Schlafapnoe (OSA), sowie Patienten mit einem Halsumfang von > 42 cm war das Risiko für eine schwierige Maskenbeatmung und Intubation höher [1]. In den ERAS-Leitlinien (Enhanced Recovery after Surgery) wird vorgeschlagen, eine High-Flow-Sauerstofftherapie unterstützend während der Maskenbeatmung bei Patienten mit vermuteter oder bekannter schwieriger Intubation in Betracht zu ziehen. Dies trägt nachweislich zur Aufrechterhaltung der Oxygenierung bei, indem die Apnoezeit um bis zu 40 % verlängert wird, und kann die Entsättigung im Zusammenhang mit der Intubation während der Anästhesieeinleitung verringern [2].

Nach der Operation kann der Patient problemlos auf CPAP-Beatmung umgestellt werden, was für bariatrische Patienten von Vorteil ist, da es bei ihnen zu verstärkter Atemarbeit kommen kann und sie ein höheres Risiko für eine perioperative Atelektase entwickeln können, das länger anhält als bei Patienten mit Normalgewicht [2]. Diese Patienten können oft länger im Aufwachraum verbleiben, und die Möglichkeit, eine CPAP-Beatmung schnell zu verabreichen, kann ihre Aufwachzeit verkürzen und so den Patientendurchsatz im OP-Saal steigern.

Im Vereinigten Königreich hat jeder dritte Patient, der Leistungen des Gesundheitswesens in Anspruch nimmt, mindestens zwei chronische Erkrankungen, und jeder dritte Erwachsene, der im Vereinigten Königreich notfallmäßig ins Krankenhaus eingeliefert wird, hat mindestens fünf Komorbiditäten [3]. Komorbiditäten treten häufiger bei übergewichtigen Menschen auf – auch bei denen, die einen chirurgischen Eingriff benötigen. Schätzungen zufolge leiden etwa 30 % der allgemeinchirurgischen Patienten an Adipositas [4].

Es ist daher davon auszugehen, dass in Krankenhäusern mehr Patienten operiert werden, die als klinisch fettleibig eingestuft werden und bei denen die Wahrscheinlichkeit von Atemwegsobstruktionen und Komplikationen sowohl während der Operation als auch in der Rekonvaleszenzphase erhöht ist. Laut Sachstandsbericht Adipositas 2022 der Europäischen Region der Weltgesundheitsorganisation sind schätzungsweise 26 % der Bevölkerung in Irland und 28 % im Vereinigten Königreich [5] fettleibig mit einem BMI über 30. Da die Fallkomplexität bei Patienten, die sich einer Operation unterziehen müssen, zunimmt, setzt sich der Einsatz von Therapien mit Atemgaskonditionierung wie HFOT und CPAP während der Rekonvaleszenz immer öfter durch.

Das Krankenhaus Our Lady of Lourdes Hospital in Drogheda hat festgestellt, dass die Zahl der Patienten, die sich einer HNO-Operation unterziehen und erhebliche Begleiterkrankungen aufweisen, steigt. Es werden mehr Patienten operiert, die als klinisch fettleibig eingestuft werden und bei denen die Wahrscheinlichkeit einer Atemwegsverengung und von Komplikationen sowohl während der Operation als auch in der Rekonvaleszenzphase steigt.

Eine kürzlich im Krankenhaus Our Lady of Lourdes Hospital durchgeführte Fallstudie veranschaulicht, welche Vorteile die Anwendung einer CPAP-Beatmung in der Rekonvaleszenzphase bietet [6]:

  1. Förderung der Rekonvaleszenz bei komplexen Patienten mit hohem BMI
  2. Abwendung von Verzögerungen bei der Genesung
  3. Vorbeugung von ITS-Verlegungen
  4. Verringerung von Verlegungen auf die IMC-Station und Verkürzung der Verweildauer auf der IMC-Station, sofern eine Verlegung erforderlich ist.

Patient

50 Jahre 

BMI >30 

Raucher 

COPD  

Obstruktive Schlafapnoe (OSA) – CPAP-Beatmung nachts

Vorgehensweise

Septumplastik: eignet sich als OP am Aufnahmetag mit Aufenthalt über Nacht. 

Chirurgisch war eine Septumplastik mit Einsetzen von Nasenschienen mit Packung geplant.  

Anästhesieplanung: Geplant war eine Präoxygenierung mittels HFOT-Therapie unter Verwendung des Aquavent FD140i und eine postoperative Extubation und Umstellung auf CPAP-Beatmung mittels Gesichtsmaske am selben Gerät.. 

Präoperativ lag die Sauerstoffsättigung des Patienten maßgeblich bei 93 % bei Raumluft.

Intraoperativ

Nach der Intubation war der Sauerstoffbedarf des Patienten deutlich erhöht. 
FiO2 75 % 
Peep 12 
sO2 88 % – 92 % und 
pO2 7,8 kPa bei BGA 

Geplant war daher, eine Extubation und Umstellung auf CPAP-Beatmung mit Gesichtsmaske zu versuchen. Postoperativ wurde der Patient extubiert und auf CPAP-Beatmung über eine Gesichtsmaske mit 60 % Sauerstoff umgestellt, die innerhalb der darauffolgenden Stunde abgesetzt wurde. Der Patient wurde zur Beobachtung über Nacht auf die IMC-Station verlegt, wo sich sein Zustand weiter verbesserte. Er konnte später als stabil eingestuft werden und wurde noch in derselben Nacht entlassen.  

er Patient litt an obstruktiver Schlafapnoe (OSA), die bei Patienten mit starkem Übergewicht häufig vorkommt und mit einem erhöhten Risiko für kardiopulmonale Ereignisse und einer hohen Sterblichkeitsrate verbunden ist. Die ERAS empfiehlt in ihren Leitlinien für die perioperative Versorgung in der bariatrischen Chirurgie aus dem Jahr 2021, dass Patienten mit OSA, die eine CPAP-Therapie zu Hause durchführen, diese in der unmittelbaren postoperativen Phase anwenden sollten, und dass Patienten mit Obesitas-Hypoventilations-Syndrom (OHS) ein höheres Risiko für unerwünschte respiratorische Ereignisse aufweisen [2]. 

Postoperative NIV sollte in der unmittelbaren postoperativen Phase ausgiebig in Erwägung gezogen werden, insbesondere bei Vorliegen einer Hypoxämie. Die Durchführung einer CPAP/BiPAP-Beatmung kann bei Bedarf das Risiko kardiopulmonaler Komplikationen bei Patienten mit OSA, die operiert werden müssen, senken [2]. 

Dieser Patient wurde zwar zur Nachsorge auf die IMC-Station verlegt, jedoch besserte sich sein Zustand so schnell, dass er ohne kostenintensiven nächtlichen Aufenthalt entlassen werden konnte und ein Bett auf der IMC-Station für einen anderen Patienten frei wurde. Die Vermutung liegt nahe, dass die frühzeitige postoperative CPAP-Beatmung zur schnelleren Erholung des Patienten und zum anschließenden Freiwerden eines Betts auf der IMC-Station beigetragen hat. 

  1. [1] Moon TS, Fox PE, Somasundaram A et al (2019) The influence of morbid obesity on difficult intubation and difficult mask ventilation. J Anesth 33(1):96–102 The influence of morbid obesity on difficult intubation and difficult mask ventilation – PubMed (nih.gov)  

    [2] Stenberg, E., dos Reis Falcão, L.F., O’Kane, M. et al. Guidelines for Perioperative Care in Bariatric Surgery: Enhanced Recovery After Surgery (ERAS) Society Recommendations: A 2021 Update. World J Surg46, 729–751 (2022). https://doi.org/10.1007/s00268-021-06394-9 Guidelines for Perioperative Care in Bariatric Surgery: Enhanced Recovery After Surgery (ERAS) Society Recommendations: A 2021 Update | SpringerLink  

    [3] Dr Asangaedem Akpan, Dr Kieran Walsh, The Impact of comorbidities on health services, BMJ Best Practice, 29 March 2021 

    [4] Andrea P Haren, Shrijit Nair, Maria C Pace, Pasquale Sansone, Intraoperative Monitoring of the Obese Patient Undergoing Surgery: A Narrative Review, Advances in Therapy, 5 June 2021. 

    [5] World Health Organization. Regional Office for Europe. (‎2022)‎. WHO European Regional Obesity Report 2022. World Health Organization. Regional Office for Europe. https://apps.who.int/iris/handle/10665/353747 

    [6] Data on File, Armstrong Medical Ltd 

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